Kinder wollen in Freiheit spielen

Die meisten Spielplätze in der Stadt sind kaum mehr kindergerecht angelegt, denn viele Solitärstationen wie die einfache Schaukel reizen die Jüngsten kaum noch zum gemeinsamen Spielen. Viel wichtiger scheint die Abschottung nach Außen, mit der die Eltern wenigstens einigermaßen sicher sein können, dass den Kleinen in dieser Zeit nichts Unvorhergesehenes zustößt. Ein Fehler, wissen viele Experten und halten gute Vorschläge bereit.

Unterschiedliche Funktionen und Gruppenschaukeln

Bleiben wir bei der Schaukel, so ist die Bewegung an sich, das einfache Vor und Zurück natürlich für Kinder gut und schön. Allerdings lernen Sie dabei schnell, dass sie das Gerät ganz alleine bedienen können. Die gemeinsame Nutzung ist kaum vorgesehen, doch auch da gibt es Ausnahmen. Längst nicht alle Modelle sind Einzelgänger. Eine Schaukel lässt sich nämlich durchaus mit anderen Seilschaften kombinieren, so dass es nach dem Absprung gleich aufs Seil geht, oder man erst zu einem Haus hinauf klettern muss, um schließlich eine Rutsche zu erreichen. Schon diese Variation lockt die Kinder zu immer neuen Kombinationen, bei denen Sie sich gegenseitig zum Fangen oder Verstecken spielen motivieren können. Pädagogen halten auch die Gruppenschaukel für eine gute Erfindung, denn durch das gemeinsame Schaukeln müssen sich alle Benutzer, egal ob groß, ob klein, miteinander abstimmen. Das muss keineswegs nach bestimmten Regeln erfolgen. Vielmehr geht es darum, durch kreatives Ausprobieren die eigenen Lösungskompetenzen zu erkennen und damit Strategien des Miteinanders zu konzipieren. Solche Fähigkeiten werden wir ein Leben lang brauchen und sie lassen sich in solchen Situationen spielend lernen.

Eigene Wege gehen

Wie man an den obigen Beispielen bereits erkennen kann, ist das Spielen an Geräten, die allein eine Funktion besitzen, nicht sonderlich anregend für kleine Kinder. Darum kreieren sie gern eigene Wege, etwas anderes mit den Geräten anzustellen. Über Kopf hängend wird die Schaukel zum Barren umfunktioniert, oder einer legt sich unten drunter und probiert, die anderen zu stoppen. Auf diese Art und Weise fangen die Kleinen an, ihre Möglichkeiten aus zu testen. Dazu bedarf es nicht unbedingt bestimmten Zubehörs. Es reichen schon ein paar Kieselsteine und die Rutsche wird zur Murmelbahn. Kaum greifbare Materialien wie Wasser und Sand sind besonders beliebt, denn was da am Ende daraus wird, gilt es doch erst einmal selbstständig zu entdecken. Das ist spannend und darum guckt auch gern mal einer beim anderen ab, wie der mit den Dingern umgeht. Was für die Eltern als bloßes Herummatschen womöglich getadelt wird, ist am Ende ein hochkreativer Prozess für die Kinder, den sie eben nicht an bestimmte Vorgaben anpassen müssen.

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